PRO KONSTANTIN e.V.
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Tag des offenen Denkmals am 10.09.2017

 

"Macht und Pracht" lautet das bundesweite Motto des diesjährigen Tags des offenen Denkmals.

 

Architektur und Kunst drücken seit jeher den Wunsch ihrer Erbauer, Erschaffer und Auftraggeber aus, Schönheit, Wohlstand, weltliche und religiöse Machtansprüche abzubilden. Dies geschieht durch Form- und Materialwahl, den Einsatz von Technik und Technologien, die Art der künstlerischen Ausgestaltung mit Farben, Motiven und Ornamentik, den gewählten Bauplatz und die Qualität der eingebundenen Baumeister, Architekten, Künstler und Handwerker. Vieles davon nehmen wir als vollkommen selbstverständlich wahr, einfach weil wir unser baukulturelles Erbe als gegeben annehmen.

„Macht und Pracht“ wird auch bei der preußischen Festung Koblenz und Ehrenbreitstein deutlich – somit auch beim Fort Konstantin. Die äußerlich erscheinende Wucht der Festungsbauten sollte äußere Feinde Preußens vor einem Angriff abschrecken, aber auch nach innen die Macht des protestantischen  Preußens im katholischen Rheinland zeigen. Gleichzeitig sollten die Festungsbauten durch ihre architektonische Gestaltung ästhetisch wirken  und den Betrachter beeindrucken. So zeugen beim Fort Konstantin sowohl die Symmetrie des Kasemattengebäudes, die Gestaltung der Treppentürme und der Kanonenaufzüge als auch die Friese und Konsolen an den Fassaden (meist auf der Innenseite, aber auch auf der Feldseite) – allesamt nicht verteidigungsrelevant - von einer künstlerischen Formgebung, die als verhaltene Pracht wirken sollte.

 

Der Förderverein PRO KONSTANTIN kümmert sich um Erhaltung der Pracht seit seiner Gründung am erstmals im Jahr 1993 bundesweit veranstalteten „Tag des offenen Denkmals“.  Sanierung und Erhaltung erfolgen durch Vereinsaktivitäten in Absprache mit der Unteren Denkmalpflegebehörde bei der Stadt Koblenz und der Landesdenkmalpflege. Finanziell wurden die Sanierungsaktivitäten aus dem Haushalt der Stadt Koblenz, durch Fördermittel der Landesdenkmalpflege, des Bundes sowie der „Aktion Zukunft“ der Sparkasse Koblenz unterstützt.

Seit Mai 2015 wird der 1944 überbunkerte rechte Kasemattenflügel des Forts Konstantin durch die vom Stadtarchiv Koblenz kuratierte Ausstellung „Koblenz im Zweiten Weltkrieg“ genutzt. Diese Nutzung trägt zur Erhaltung des Forts bei – genauso wie die bereits seit dem Jahr 2000 bestehende Nutzung des Kehlturms durch das „Rheinische Fastnachtsmuseum“. Einzelne Bereiche des Forts Konstantin sind so gut saniert, dass sie ganzjährig für Nutzungen vermietet werden können. Durch diese Nutzungen werden Einnahmen generiert, die weitere Sanierungsarbeiten ermöglichen.  

 

Am 10.09.2017 wird das Fort Konstantin von 11:00 Uhr bis 15:00 Uhr geöffnet sein. In einer DIA-Show und auf Schautafeln werden die in gemeinsamer Denkmalpflege erzielten Sanierungserfolge nachvollziehbar gezeigt werden.

In der Zeit von 11:00 Uhr bis 14:00 Uhr werden auch Führungen durch das Fort Konstantin angeboten, in denen mehr über Bau und Geschichte zu erfahren ist. Dabei findet um 11:30 Uhr auch eine Führung für Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren statt.

Außerdem können bei einem Bücherflohmarkt ca. 80 Bücher über Koblenz antiquarisch erworben werden. Die Bücher haben Freunde dem Verein geschenkt, um mit dem Verkauf Einnahmen für weitere Sanierungsmaßnahmen auf Fort Konstantin zu erzielen.

Die Dauerausstellung „Koblenz im Zweiten Weltkrieg“ wird ebenfalls geöffnet sein.

 

Die Besucher werden gebeten, das Fort Konstantin am Tag des offenen Denkmals nicht mit dem Auto anzufahren, da es vor Ort kaum Parkplätze gibt.

 

Anschrift

PRO KONSTANTIN e. V.
Postfach 20 12 03
56012 Koblenz

Fon (02 61) 4 13 47
Fax (02 61) 9 42 56 50

Mail: info@pro-konstantin.de

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